In den nächsten Jahren billig Solarzellen kaufen
Der Preis für die Solarzellen wird sich in den nächsten Jahren stark verringern. Experten gehen davon aus, das diese Prognose einen starken Wachstumsschub für die Branche verursachen wird.
Die Branche der erneuerbaren Energien ist in den letzten Jahren stark in das Interesse der Öffentlichkeit getreten. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine geothermische Anlage oder für Solarzellen und Photovoltaikmodule. Der Grund dafür sind ein höheres Umweltbewusstsein und das Verlangen, selbst sauberen Strom zu nutzen. Gerade die Solarindustrie und der Verkauf von Solarzellen konnten in den letzen 3 vergangenen Jahren einen extremen Zugewinn verzeichnen.
Zwar wurden die Vergütungssätze gekürzt und somit die Einnahmen für die Einspeisung in das Stromnetz verringert, allerdings sind auch die Solarzellen selbst günstiger geworden. Die Solarzellen kosten derzeit nur noch circa 1,50 bis 2,00 Euro pro Watt. Das ist ein Kosteneinbruch von ungefähr 50 Prozent in den vergangenen 3 Jahren. Besonders der Einstieg der chinesischen Solarindustrie auf dem Weltmarkt und das Angebot der derzeit kostengünstigsten Solarzellen haben den Verkaufspreis sehr verringert. Seitdem ist es möglich, billig Solarzellen kaufen zu können. Die Konkurrenten müssen teilweise ihre eigenen Verkaufspreise anpassen, um keine Überkapazitäten und volle Lagerräume zu erhalten. Allerdings sind die Verkaufspreise noch immer unter den Herstellungskosten, sodass die Unternehmen in jedem Fall Gewinne verbuchen können. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass einige Unternehmen in Insolvenz gehen werden. Allgemein wird die Solarbranche aber dennoch in den nächsten Jahren große Gewinne verzeichnen können, besonders die großen Hersteller.
In den nächsten Jahren wird der Preis für ein Watt, das über die Solarzellen produziert werden kann, stark einbrechen. So meinen einige Experten schon heute, dass das Watt demnächst nur circa 1 Euro kosten könnte. Dadurch ergibt sich für jeden Hausbesitzer, der auch Anlagenbetreiber ist, eine hohe Renditemöglichkeit. Die Vergütung über die Einspeisesätze würde die Anschaffungskosten sehr schnell refinanzieren und amortisieren können. Sind die Investitionskosten erst einmal wieder beglichen, würde der Anlagenbetreiber dauernden Gewinn einfahren. Einerseits durch die positive Auswirkung auf die eigene Stromabrechnung und andererseits natürlich durch die Vergütungsgewinne.
Da der meiste Strom im Winterhalbjahr benötigt wird, zum Beispiel auch für eventuelle Elektroheizungen, forschen die Entwickler an einer Verbesserung der Schwachlichteffektivität. Das bedeutet, dass das häufig nur schwache und diffuse Sonnenlicht in Herbst und Winter effektiver genutzt werden kann für die Stromproduktion durch die Solarzellen. Es wird auch weiterhin erforscht, wie es sich technisch realisieren lässt, Energie in Form von Strom speichern zu können. Auf diese Weise könnte der im Sommer gewonnene Strom zwischengespeichert und in der Winterzeit bei Bedarf genutzt werden. Die Abhängigkeit von Stromanbietern und möglichen Preiserhöhungen für deren Strom würde dadurch entfallen.
23.08.2010