Eine Rücken-OP kann bei chronischen Schmerzen helfen
Bei Rückenschmerzen gibt es gerade im naturheilkundlichen Bereich viele Therapiemöglichkeiten, die man als Patient ausprobieren kann. Eine Rücken-OP sollte als letzte Lösung in Erwägung gezogen werden.
Immer mehr Menschen leiden berufsbedingt unter chronischen Schmerzen. Die häufigsten Beschwerden sind nach aktuellen Umfragen Kopf- und Rückenschmerzen. Durch langes Sitzen am Schreibtisch wird der Körper nur einseitig benutzt und kaum bewegt. Bewegung aber ist sehr wichtig, um einen Ausgleich zur einseitigen Belastung zu schaffen. Das Problem: Die monotonen Muskelbelastungen können zu einer Verkrampfung der Muskulatur und einer Rückbildung der nicht benutzten Muskeln führen. Einige Unternehmen versuchen mit firmeninternen Sportgruppen, die in den Arbeitsalltag integriert sind, gegen Haltungsschäden anzugehen. Immer mehr Arbeitgeber schließen sich dieser Idee an und achten auch auf besonders nahrhaftes und leichtes Kantinenessen für ihre Angestellten.
Eines der meisten Probleme durch monotones Sitzen sind Rückenschmerzen. Durch die Fehlhaltung am Arbeitsplatz wird der Rücken unvorteilhaft belastet und angespannt – so können Schmerzen entstehen. Das Wichtigste bei vielem Sitzen ist im Grunde, nicht mit dem Körper nach vorne abzusacken, sondern möglichst gerade zu sitzen. Da dies auf den meisten herkömmlichen Bürostühlen eher schwierig ist, kann man schon bei der Stuhlwahl eine wichtige Entscheidung für seine Gesundheit treffen. Spezielle orthopädische Stühle oder auch Sitzbälle aus der Physiotherapie können bei einer krummen Sitzposition Abhilfe schaffen. Haben sich bereits erste Schmerzen angedeutet, so kann man auch beim Heilpraktiker oder Physiotherapeuten eine Schmerztherapie beginnen, denn es muss nicht direkt eine Rücken-OP sein. Dies bietet sich vor allem bei einfachen Muskelverhärtungen mit Bewegungseinschränkung an. Auch leichte bis starke Muskelverspannungen können normalerweise mit Krankengymnastik oder einer manuellen Therapie gut in den Griff bekommen werden.
Wenn die sanften Methoden nicht helfen, muss man sich erste Gedanken über weitere Möglichkeiten der Behandlung machen. Gerade bei schlimmen Vorfällen im Rückenbereich, wie zum Beispiel Bandscheibenvorfällen, hilft oft nur noch eine Operation. Bevor man diesen Schritt macht, sollte man sich über Risiken und Heilungschancen der Rücken-OP von einem Arzt des Vertrauens beraten lassen.
14.06.2010